Mehr Grün
In vielen Bereichen, wo heute noch die A 7 eine Schneise durch die Stadtteile im Hamburger Westen zieht, wird bereits in einigen Jahren nicht mehr viel an die typischen Autokolonnen einer Bundesautobahn erinnern. Stattdessen sollen die gewonnenen Deckelflächen den Hamburgern für Freizeit und Erholung zur Verfügung stehen. Der Nutzungskatalog sieht daher vor allem Fuß- und Radwege, Grün- und Parkanlagen, Spiel- und Freizeitflächen sowie Kleingärten (Planungsphasen Kleingärten) vor.
Die konkreten Gestaltungsvorschläge für die Deckel in Stellingen und Schnelsen wurden im Rahmen eines europaweit ausgelobten Realisierungswettbewerbs ermittelt. Das Preisgericht unter Vorsitz des Schweizer Landschaftsarchitekten Guido Hager prämierte die Sieger unter insgesamt 22 Einreichungen. Die Preisträger für die Deckel in Stellingen und Schnelsen berücksichtigen besonders die jeweils unterschiedlichen Nachbarschaften und schaffen eine harmonische Verbindung der bisher durch die A 7 getrennten Stadtteile.
Großzügige Parks und Kleingartenanlagen
In Schnelsen entsteht ein großzügiger Park mit einer weitläufigen Wiese. Eingefasst von Bäumen und flankiert von Kleingärten ist er gestalterisch mit den angrenzenden Quartieren verbunden. Die Bewohner aus dem Wohngebiet rund um den Vogt-Kock-Weg und dem Jungborn können über zahlreiche Zugänge zwischen den Kleingärten direkt in die Parkanlage gehen und die große Wiese für sich nutzen.
Nördlich der Frohmestraße ist eine kompakte Kleingartenanlage geplant. Eine Fuß- und Radwegeverbindung nach Norden mündet in die Kehre Meddenwarf. Die Frohmestraße selbst wird das Zentrum auf dem Schnelsener Deckel sein. Ein Café und Freiflächen für Aktivitäten wie Märkte und Feste machen den Bereich zu einem neuen Herzstück des Stadtteils.
In Stellingen ergibt sich eine harmonische Verbindung des bisher durch die A 7 getrennten Stadtteils. Landschaftlich wird das Deckelareal in drei Teile gegliedert: Im südlichen Teil zwischen Kieler Straße und Wördemanns Weg sind Kleingärten geplant. Nördlich des Wördemanns Wegs folgt ein Wiesenpark mit Raum für Freizeitaktivitäten. Dieser Wiesenpark geht im nördlichen Bereich über in einen naturnahen Baumpark.
Eine Promenade zieht sich über den ganzen Deckel. Im südlichen Teil begleitet sie die Kleingärten von der Kieler Straße bis zum Wördemanns Weg, verschwenkt dort von Westen nach Osten und endet am nördlichen Parkende an einem Platz unter Bäumen.
Und auch in Bahrenfeld/Othmarschen soll der Deckel Raum für Freizeit und Erholung bieten. Dort entstehen Grünflächen mit Parks und Kleingärten sowie Rad- und Spazierwege. Zwischen Trabrennbahn und Schnackenburgallee wird ein neues Stadtquartier mit etwa 1.700 Wohnungen entstehen. Der größte Teil der bisher dort ansässigen Kleingärten zieht auf den neuen Deckel.
Kleingärten
Kleingartenvereine aus dem Umfeld der Autobahn können auf die neuen Deckelgrünzüge umziehen »
